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Die Terrormiliz "Islamischer Staat" hindere die Männer, Frauen und Kinder mit Gewalt an der Flucht, sage ein UN-Sprecher am Dienstag in New York.
UN: 30.000 Menschen sitzen im irakischen Talafar fest
In der umkämpften nordirakischen Stadt Talafar sitzen nach Angaben der Vereinten Nationen etwa 30.000 Menschen fest. Die Terrormiliz "Islamischer Staat" hindere die Männer, Frauen und Kinder mit Gewalt an der Flucht, sage ein UN-Sprecher am Dienstag (Ortszeit) in New York. Zudem missbrauchten die Fanatiker Bewohner als menschliche Schutzschilde.
Der Sprecher rief alle Konfliktparteien auf, Zivilisten zu schonen. Die irakische Armee hatte laut den UN am Sonntag mit der Rückeroberung Talafars begonnen, das 2014 von den Milizen des "Islamischen Staates" besetzt worden war.
Talafar gilt als eine der letzten Bastionen der Extremisten im Irak, die militärisch stark in Bedrängnis geraten sind. Hilfsorganisationen hatten nach UN-Angaben seit 2014 keinen Zugang mehr zu der Stadt, die vor der Einnahme durch den "Islamischen Staat" rund 200.000 Einwohner zählte.
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