Deutschland stockt Hilfe für Dürregebiete in Ostafrika auf

 Blutige Konflikte haben im Suedsudan, in Somalia, in Nordost-Nigeria und im Jemen schwere Hungerkrisen verursacht.

Foto: epd-bild/Bruno Bierrenbach Feder/Oxfam

Blutige Konflikte haben im Suedsudan, in Somalia, in Nordost-Nigeria und im Jemen schwere Hungerkrisen verursacht.

Deutschland stockt Hilfe für Dürregebiete in Ostafrika auf
Die Bundesregierung stockt die Hilfen für die von der Hungerkatastrophe betroffenen Länder in Ostafrika auf.

Bundesentwicklungsminister Gerd Müller (CSU) kündigte am Montag in der äthiopischen Hauptstadt Addis Abeba 100 Millionen Euro an zusätzlichen Mitteln an. Insgesamt stellt das Ministerium der Region in diesem Jahr 300 Millionen Euro im Kampf gegen den Hunger zur Verfügung.

Das Ausmaß der aktuellen Dürrekrise überfordere nicht nur Äthiopien, sondern die Region insgesamt, sagte Müller. Der Minister bekräftigte seine Forderung nach einem dauerhaften UN-Krisenfonds. "Im Südsudan, in Somalia, in Niger, Kenia oder Kamerun sterben die Menschen an Hunger, weil die Weltgemeinschaft zu spät reagiert, weil Gelder zu zögerlich fließen und auch erst dann, wenn die Katastrophe nicht mehr aufzuhalten ist", erklärte Müller.

Nach Angaben der Vereinten Nationen trifft der Hunger akut mehr als 20 Millionen Menschen in Afrika und im Jemen. Am Dienstag führt Minister Müller seine politischen Gespräche in Äthiopien fort und reist im Anschluss weiter nach Indien und Pakistan.

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