Kardinal Woelki gegen Obergrenze bei Flüchtlingsaufnahme
Der Kölner Erzbischof Rainer Maria Woelki hat sich gegen eine Obergrenze bei der Aufnahme von Flüchtlingen und für den Familiennachzug ausgesprochen.
Nach einer Reise in den Nahen Osten sagte Kardinal Woelki am Sonntag im Domradio: "Wer in die Augen dieser Menschen gesehen hat, der kann eigentlich hier bei uns im reichen Deutschland keine Obergrenzen fordern oder gegen Familiennachzug sein." Auf der Reise besuchte der Kölner Erzbischof unter anderem Hilfsprojekte für syrische Flüchtlinge in Jordanien und Libanon.
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Rund drei Monate nach Abreise der päpstlichen Visitatoren hat Papst Franziskus seine Entscheidung über den Kölner Kardinal Woelki bekanntgegeben: Dieser habe "große Fehler" gemacht, soll aber im Amt bleiben.
Trotz vorheriger Proteste wegen seines Verhaltens im Missbrauchsskandal hat der Kölner Kardinal Rainer Maria Woelki am Mittwochabend 17 Jugendliche in Düsseldorf gefirmt. Vor der Kirche Sankt Margareta blieb es ruhig.
Woelki würdigte das ehrenamtliche Engagement in diesen Ländern für die "gestrandeten Menschen". Es gebe im Nahen Osten nicht nur Krieg, Terror, Armut und Leid, sondern unzählige Menschen, die wie auch in Deutschland "Barmherzigkeit jeden Tag in viel Freude und Begeisterung" lebten.